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Veranstaltung: Werbung für ein Wirtschaftswunder

Marshall-Abend am 12. Juli in Bad Soden – Wissenschaftlerin Dillmann zeigt und erläutert historische Filme

Claudia Dillmann,<br /> 12.08.14,<br /> Frankfurt am Main,<br /> © copyright by Anna Meuer
Claudia Dillmann (Quelle: Anna Meuer)

Zu einer filmischen Reise in die Vergangenheit lädt die George-Marshall-Gesellschaft demnächst ins Augustinum Bad Soden ein. Nach Angaben des Vorsitzenden, Erster Kreisbeigeordneter Wolfgang Kollmeier, werden dort historische Filme gezeigt und erläutert, die in der frühen Nachkriegszeit für den Marshall-Plan warben. Die Veranstaltung am Donnerstag, 12. Juli, läuft im Rahmen einer Veranstaltungsreihe, in der in der Region Frankfurt/Rhein-Main an den Beginn des Wiederaufbauprogramms vor 70 Jahren erinnert wird. Die Reihe wird gefördert vom Kulturfonds FrankfurtRhein-Main. Beginn des Filmabends ist um 19 Uhr in der Seniorenresidenz Augustinum (Georg-Rückert-Straße 2), der Eintritt ist frei.

Unter dem Titel „Werbung für ein Wirtschaftswunder“ werden die Filme von der Filmwissenschaftlerin Claudia Dillmann erläutert. Sie war bis 2017 Direktorin des Deutschen Filmmuseums und des Deutschen Filminstituts in Frankfurt und hat in verschiedenen Gremien und Jurys mitgewirkt, unter anderem beim deutschen Filmpreis.

Die Marshallplan-Filme liefen bis in die frühen 1950-er Jahre in bundesdeutschen Kinos. Ob als Teil der Wochenschau, als kurze Dokumentar- oder Spielfilme, ob im Auftrag der US-Militärbehörde oder der jungen Bundesregierung gedreht: sie alle bebildern eine Erfolgsgeschichte, die nach den Worten der Referentin „in den Trümmern ihren Anfang nimmt und in prosperierenden Städten und Landschaften noch lange nicht endet“.

Wie Kollmeier hervorhebt, ist der Abend „nicht nur für noch lebende Zeitzeugen eine Begegnung mit ihrer Vergangenheit, sondern er kann auch den Nachgeborenen ein lebendiges Bild der Anfangsjahre der Bundesrepublik vermitteln.“ Angesichts aktueller transatlantischer Spannungen wegen der Politik von US-Präsident Donald Trump sei es wichtig, auf die „langfristigen und tiefen Verbindungen und Verbundenheiten“ zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten hinzuweisen. Der Marshall-Plan habe zur Sicherung von Freiheit, Frieden und Wohlstand beigetragen. Daran wolle die Veranstaltungsreihe erinnern.

Die George-Marshall-Gesellschaft wurde auf Initiative des Main-Taunus-Kreises gegründet, der mit Loudoun County bei Washington eine Kreispartnerschaft geschlossen hat. Dort verbrachte der Architekt des amerikanischen Wiederaufbauprogramms seine letzten Lebensjahre. Die Gesellschaft will die Verbindungen der Regionen Frankfurt/Rhein-Main und Washington D.C. stärken. Näheres gibt es auf der Internetseite www.george-marshall-gesellschaft.org. Dort kann auch das Jubiläumsprogramm heruntergeladen werden.

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