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Veranstaltung: Brücke vom Gestern zum Morgen – 70 Jahre Marshall-Plan

Regionale Reihe der George-Marshall-Gesellschaft erinnert an Wiederaufbauplan und transatlantische Freundschaft – Förderung durch Kulturfonds

Marshall-Center in Leesburg, Virginia. Hier verbrachte der US-Außenminister seine letzten Lebensjahre. Bild: MTK.

Mit einer regionalen Veranstaltungsreihe wird an den Marshall-Plan vor 70 Jahren erinnert. Wie der Vorsitzende der George-Marshall-Gesellschaft, Erster Kreisbeigeordneter Wolfgang Kollmeier, mitteilt, werden bei den insgesamt vier Veranstaltungen diverse Aspekte des Aufbauprogramms nach dem Zweiten Weltkrieg und ihre Bedeutung für die transatlantische Zusammenarbeit beleuchtet. Bei der Reihe arbeitet die Gesellschaft mit mehreren regionalen Institutionen zusammen; gefördert wird sie vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

„Ungeachtet aller aktuellen realpolitischen Entwicklungen ist die deutsch-amerikanische Freundschaft eine wichtige Säule für Frieden, Freiheit und Wohlstand in Deutschland nach dem Krieg“, erläutert der Landrat des Main-Taunus-Kreises, Michael Cyriax. Der Main-Taunus-Kreis wolle dazu mit seiner Kreispartnerschaft mit Loudoun County (Virginia) einen regionalen Beitrag leisten und habe deshalb auch 2009 die George-Marshall-Gesellschaft initiiert.

Der Marshall-Plan, der vor 70 Jahren in Kraft trat, war nach Angaben von Kollmeier nicht nur wegen der damit verbundenen Geldmittel wichtig – „noch wichtiger war das optimistische Signal, das davon ausging: Aus Feinden im Krieg wurden Partner im Frieden.“ Die deutsch-amerikanischen Verbindungen seien besonders in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main offensichtlich. Der Marshall-Plan habe sich als eine „Brücke vom gestern zum Morgen“ erwiesen.

Eröffnet wird die Reihe mit einer Veranstaltung im George-Marshall-Haus an der Konrad-Adenauer-Schule in Kriftel. Der Marshall-Experte Tom Bowers vom Marshall International Center in Leesburg bei Washington führt in Leben und Werk des Außenministers und Friedensnobelpreisträgers ein. Schüler, die im Rahmen eines Austauschprogramms der Marshall-Gesellschaft nach Amerika gereist waren, berichten von ihren heutigen Erfahrungen. Beginn des Auftaktabends ist am Dienstag, 29. Mai, um 19 Uhr.

Unter dem Titel „Werbung für ein Wirtschaftswunder“ werden Filme aus der frühen Nachkriegszeit gezeigt und erläutert. Die kurzen Streifen sollten den Bürgern die Aufbauleistung des Marshall-Plans herausstellen. Erläutert werden sie von Claudia Dillmann. Der Abend beginnt am Donnerstag, 12. Juli, um 19 Uhr in der Seniorenresidenz Augustinum in Bad Soden, Georg-Rückert-Straße 2.

Die aus dem Marshall-Plan stammenden Gelder werden von der kfw-Bank verwaltet und eingesetzt. In deren Frankfurter Zentrale (Palmengartenstraße 5-9) geht es um „Die Kreditanstalt für Wiederaufbau und ihre Wurzeln im Marshall-Plan“. Dazu spricht der kfw-Generalsekretär Dr. Lutz-Christian Funke am Dienstag, 21. August, um 19 Uhr.

Mit dem Marshall-Plan und seiner historischen Bedeutung befasst sich ein Vortrag von Professor Dr. Werner Plumpe (Universität Frankfurt). Er beginnt am Donnerstag, 6. September, um 18.30 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg (Am Wingertsberg 4). Hierzu lädt die Marshall-Gesellschaft gemeinsam mit der Wirtschaftspolitischen Gesellschaft ein.

Die George-Marshall-Gesellschaft wurde auf Initiative des Main-Taunus-Kreises gegründet, der mit Loudoun County bei Washington eine Kreispartnerschaft geschlossen hat. Dort verbrachte der Architekt des amerikanischen Wiederaufbauprogramms nach dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa seine letzten Lebensjahre. Die Gesellschaft will die Verbindungen der Regionen Frankfurt/Rhein-Main und Washington D.C. stärken. Näheres zu der Gesellschaft gibt es auf der Internetseite www.george-marshall-gesellschaft.org. Dort kann auch das Jubiläumsprogramm heruntergeladen werden.

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