Teil 3: Das Wiesbadener Manifest Am Abend des 6. Novembers, die anderen CCP-Mitarbeiter waren längst gegangen, blieben Farmer und Renate Hobirk noch im Büro zurück, um heute liegen gebliebene Fälle zu besprechen. Die Assistentin legte Farmer dabei die einzelnen Property Cards von Kunstwerken vor, bei denen die Eigentümerschaft noch nicht eindeutig geklärt war. Dabei setzte […]

Teil 2: „Wir sind nicht besser als die Nazis!“ Der Schock saß noch tief, als Walter Farmer sich von seinem Stuhl erhob und begann in seinem Büro des Central Collecting Points auf- und abzugehen. Nur wenigen Minuten waren vergangen, seitdem er das Telegramm aus dem Headquarter erhalten hatte, das immer noch zerknüllt auf dem Fußboden […]

Teil 1: Der Central Collecting Point Wiesbaden erhält Besuch Es ist kalt, an diesem Novembertag im Jahr 1945. Capt. Walter Farmer, Leiter des Wiesbadener Central Collecting Points Wiesbaden fröstelte, als er die Stufen zum Museumsgebäude emporstieg. Er war in Gedanken: Gestern war wieder ein Neuzugang im CCP eingetroffen. Kunstschutzoffizier Capt. Tregor hatte ihm ein Gemälde […]

Vor kurzem hatte ich die Ehre und große Freude, eine Vorabversion von Canan Yetmens neuem Buch über eine fiktive Geschichte im CCP Wiesbaden zu lesen und zu begutachten. Wie schon das erste Buch der geplanten Trilogy um die deutsche CCP-Mitarbeiterin Anna Klein ist auch dieses zweite Buch ein echter „Pageturner“, den ich wärmsten empfehlen kann. […]

Am 16. Februar darf ich meine Forschungsergebnisse über den Wiesbadener Central Collecting Point im Stadtmuseum Hofheim im Rahmen der Ausstellung „Befreite Moderne“ vorstellen. Es wird dabei um die Rolle der Besatzer im Hinblick auf Kulturgüterschutz und ihre Bedeutung für den Wiederaufbau der Museumslandschaft gehen. Details folgen noch vor der Veranstaltung!

Im Namen des Forschungsschwerpunkts „Region, Diversität, Innovation“ lädt das Forschungskolleg „Zukunft menschlich gestalten“ der Universität Siegen zu einem Workshop am 17. Dezember 2015 um 14 Uhr ins FoKoS ein. Der Workshop wird vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Syrien und historischer Parallelen zu Europa im Zweiten Weltkrieg mit dem Thema „Rettung historischer Kulturgüter vor Krieg und Zerstörung: Vom […]

Der Raub von Kunstwerken während eines Krieges ist so alt wie die Geschichte des Krieges selbst. Nicht erst seit Napoleons legendären Beutezügen durch Europas Schatzkammern wurden Kulturgüter geraubt und verschleppt – und die Geschichte reicht bis in die Gegenwart zu den Plünderungen in den syrischen Krisengebieten, auch wenn dies laut internationalen Konventionen längst nicht mehr […]

Heute vor genau 70 Jahren wurde im Gebäude des Landesmuseums Wiesbaden ein historisches Dokument unterzeichnet, das wie kein zweites die Haltung der amerikanischen Kunstschützer im Zweiten Weltkrieg belegt. Nicht nur, dass die „Monuments Men“ europäische Kunstwerke vor der Zerstörung bewahren wollten, sie kümmerten sich auch darum, dass deutsches Kulturerbe im Land verbleiben konnte und nicht dauerhaft […]

Wenn wir heute von Kulturgüterschutz sprechen, sehen wir das in der Regel in einer globalen Perspektive. Kulturgüter – handfeste oder immaterielle – sind schützenswürdig als Erbe der gesamten Menschheit, völlig unabhängig davon, wem sie gehören. Aber wie sah man das am Ende des Zweiten Weltkriegs?