Im Wintersemester 2015/16 darf ich gemeinsam mit Studenten der Justus-Liebig-Universität Gießen wieder die „Mobilität von Kunst im Zweiten Weltkriegs“ erarbeiten. Die Übung beleuchtet die Mobilität, die Kunstwerke in Kriegszeiten zwangsläufig einnehmen. Gestohlen, enteignet, geraubt, in Sicherheit gebracht, versteckt, verpfändet oder gar zerstört – gegen Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich kaum ein mitteleuropäisches Kunstwerk noch am selben […]

Das meiste, was wir heute über die Monuments Men wissen, stammt aus deren eigenen Biographien sowie aus dem Quellenmaterial aus den amerikanischen Archiven. Obwohl sie in den deutschen Museen während der Besatzungszeit durchaus sehr präsent waren, waren sie der zeitgenössischen deutschsprachigen Presse nicht erwähnenswert. Als die Presse noch unter der Überwachung der Alliierten stand, erschien am 8. […]

Wenn wir heute von Kulturgüterschutz sprechen, sehen wir das in der Regel in einer globalen Perspektive. Kulturgüter – handfeste oder immaterielle – sind schützenswürdig als Erbe der gesamten Menschheit, völlig unabhängig davon, wem sie gehören. Aber wie sah man das am Ende des Zweiten Weltkriegs?