Gestern wurde ich als Mitglied der Wiesbadener  StadtteilHistoriker akkreditiert. In den nächsten 18 Monaten darf ich mich in diesem Rahmen einem Teil der Wiesbadener Stadtgeschichte widmen. Und was habe ich mir als Thema gewählt? Klar – den Wiesbadener Kunstmarkt 🙂

Am 16. Februar darf ich meine Forschungsergebnisse über den Wiesbadener Central Collecting Point im Stadtmuseum Hofheim im Rahmen der Ausstellung „Befreite Moderne“ vorstellen. Es wird dabei um die Rolle der Besatzer im Hinblick auf Kulturgüterschutz und ihre Bedeutung für den Wiederaufbau der Museumslandschaft gehen. Details folgen noch vor der Veranstaltung!

Der Raub von Kunstwerken während eines Krieges ist so alt wie die Geschichte des Krieges selbst. Nicht erst seit Napoleons legendären Beutezügen durch Europas Schatzkammern wurden Kulturgüter geraubt und verschleppt – und die Geschichte reicht bis in die Gegenwart zu den Plünderungen in den syrischen Krisengebieten, auch wenn dies laut internationalen Konventionen längst nicht mehr […]

Heute vor genau 70 Jahren wurde im Gebäude des Landesmuseums Wiesbaden ein historisches Dokument unterzeichnet, das wie kein zweites die Haltung der amerikanischen Kunstschützer im Zweiten Weltkrieg belegt. Nicht nur, dass die „Monuments Men“ europäische Kunstwerke vor der Zerstörung bewahren wollten, sie kümmerten sich auch darum, dass deutsches Kulturerbe im Land verbleiben konnte und nicht dauerhaft […]

Frisch auf dem Buchmarkt erschienen ist ein anspruchsvoller Bildband über das Landesmuseum Wiesbaden. „Die Kunstsammlungen“ stellt die verschiedenen Bestandteil der Sammlungen des Museums vor und belegt die Vielfältigkeit des Hauses. Der reich bebilderte Katalog zeigt nicht nur die Werke selbst, sondern auch deren Hängung und Platzierung im Raum, so dass das Museum auch im Buch erlebbar wird. Fundiert […]

Buchtipp Nach mehreren Vorläufern als Artikel ist nun im Juli endlich die ganze Publikation von Iris Lauterbach zum Münchner Central Collecting Point erschienen. Die Forschungen dazu gehen zurück bis ins Jahr 1995. Die Münchner Sammelstelle, neben den Collecting Points in Wiesbaden, Marburg und Offenbach eine Einrichtung der Monuments Men, war nach dem Zweiten Weltkrieg wesentlicher […]

Das meiste, was wir heute über die Monuments Men wissen, stammt aus deren eigenen Biographien sowie aus dem Quellenmaterial aus den amerikanischen Archiven. Obwohl sie in den deutschen Museen während der Besatzungszeit durchaus sehr präsent waren, waren sie der zeitgenössischen deutschsprachigen Presse nicht erwähnenswert. Als die Presse noch unter der Überwachung der Alliierten stand, erschien am 8. […]

Wenn wir heute von Kulturgüterschutz sprechen, sehen wir das in der Regel in einer globalen Perspektive. Kulturgüter – handfeste oder immaterielle – sind schützenswürdig als Erbe der gesamten Menschheit, völlig unabhängig davon, wem sie gehören. Aber wie sah man das am Ende des Zweiten Weltkriegs?

Viele jüdische Kunstsammler und Mäzene sind in der NS-Zeit umgekommen. Ihre Sammlungen wurden konfisziert, mussten verkauft werden oder sind in den Kriegswirren verloren gegangen. Die Namen dieser Männer und Frauen sind nach 1945 weitgehend in Vergessenheit geraten, auch wenn diese Sammler in ihrer Zeit durchaus geschätzte Bürger waren, die im Kulturleben ihrer Stadt sehr engagiert […]

In der Mediathek findet sich nun auch mein Interview mit Christhard Läpple für das heute journal (Sendedatum: 04.12.2013). Der Beitrag zur Geschichte Gurlitt startet etwa bei Minute 25. >>Hier geht’s direkt zum Gurlitt-Beitrag.