Teil 2: „Wir sind nicht besser als die Nazis!“ Der Schock saß noch tief, als Walter Farmer sich von seinem Stuhl erhob und begann in seinem Büro des Central Collecting Points auf- und abzugehen. Nur wenigen Minuten waren vergangen, seitdem er das Telegramm aus dem Headquarter erhalten hatte, das immer noch zerknüllt auf dem Fußboden […]

Teil 1: Der Central Collecting Point Wiesbaden erhält Besuch Es ist kalt, an diesem Novembertag im Jahr 1945. Capt. Walter Farmer, Leiter des Wiesbadener Central Collecting Points Wiesbaden fröstelte, als er die Stufen zum Museumsgebäude emporstieg. Er war in Gedanken: Gestern war wieder ein Neuzugang im CCP eingetroffen. Kunstschutzoffizier Capt. Tregor hatte ihm ein Gemälde […]

Vor kurzem hatte ich die Ehre und große Freude, eine Vorabversion von Canan Yetmens neuem Buch über eine fiktive Geschichte im CCP Wiesbaden zu lesen und zu begutachten. Wie schon das erste Buch der geplanten Trilogy um die deutsche CCP-Mitarbeiterin Anna Klein ist auch dieses zweite Buch ein echter „Pageturner“, den ich wärmsten empfehlen kann. […]

Das meiste, was wir heute über die Monuments Men wissen, stammt aus deren eigenen Biographien sowie aus dem Quellenmaterial aus den amerikanischen Archiven. Obwohl sie in den deutschen Museen während der Besatzungszeit durchaus sehr präsent waren, waren sie der zeitgenössischen deutschsprachigen Presse nicht erwähnenswert. Als die Presse noch unter der Überwachung der Alliierten stand, erschien am 8. […]

Fast auf den Tag genau vor 69 Jahren, an einem heißen Frühsommertag des Jahres 1945, kam ein junger Soldat aus Ohio nach Frankfurt – unwissend, dass er einmal eine bedeutende Rolle für die deutschen Kunstschätze werden wird, aber mit dem ehrenwerten Ziel, sich für ihren Erhalt einzusetzen: Walter Ings  Farmer.

George Clooney zeigt uns in „The Monuments Men“ die Geschichte der amerikanischen Kunstschutzoffiziere, die – während der Krieg noch in vollem Gang ist – mit den vorrückenden Truppen durch Europa ziehen. Zunächst besorgt um die ortsfesten Bauwerke beginnt bald die Suche nach den kriegsbedingt ausgelagerten mobilen Kunstwerken, die die Alliierten in Bergwerken, Minen und Bunkern […]

Viele jüdische Kunstsammler und Mäzene sind in der NS-Zeit umgekommen. Ihre Sammlungen wurden konfisziert, mussten verkauft werden oder sind in den Kriegswirren verloren gegangen. Die Namen dieser Männer und Frauen sind nach 1945 weitgehend in Vergessenheit geraten, auch wenn diese Sammler in ihrer Zeit durchaus geschätzte Bürger waren, die im Kulturleben ihrer Stadt sehr engagiert […]

In der Mediathek findet sich nun auch mein Interview mit Christhard Läpple für das heute journal (Sendedatum: 04.12.2013). Der Beitrag zur Geschichte Gurlitt startet etwa bei Minute 25. >>Hier geht’s direkt zum Gurlitt-Beitrag.