uni gießen_150Im Wintersemester 2015/16 darf ich gemeinsam mit Studenten der Justus-Liebig-Universität Gießen wieder die „Mobilität von Kunst im Zweiten Weltkriegs“ erarbeiten. Die Übung beleuchtet die Mobilität, die Kunstwerke in Kriegszeiten zwangsläufig einnehmen. Gestohlen, enteignet, geraubt, in Sicherheit gebracht, versteckt, verpfändet oder gar zerstört – gegen Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich kaum ein mitteleuropäisches Kunstwerk noch am selben Platz wie vor 1933. Die Folgen davon beschäftigen uns noch heute in der Provenienzforschung. Untersucht werden typische Wege, Verbringungsorte und Protagonisten, um diese Bewegungen nachvollziehen zu können.
Das Seminar wird – neben dem theoretischen Teil – auch einen Blick auf mögliche Tätigkeitsfelder nach dem Studium ermöglichen. Geplant ist auch eine Exkursion nach Merkers, in die Salzmine, in der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Kunstwerke der Berliner Sammlungen in Sicherheit gebracht worden waren. Ich freue mich auf die Veranstaltung!

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