Prof. Dr. Matthias Weller, Vorstandsvorsitzender des Instituts für Kunst und Recht IFKUR e.V. hat im Auftrag des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlamentes die Studie „Cross-border restitution claims of looted works of art and cultural goods“ erstellt. Diese Studie dient zur Vorbereitung einer eventuellen Entschließung des Europäischen Parlaments dazu, die Europäische Kommission zu gesetzgeberischen Maßnahmen aufzufordern. […]

Artikel im „Kulturbetrieb“ erschienen Jedes Kunstwerk erzählt eine Geschichte, und zwar nicht nur die, die es abbildet. Wem hat es gehört? Wer hat es wann erworben, und wozu? In welchen Räumen hing es? Wer hat es gesehen, wer darüber geschrieben? Wem wurde es geschenkt und aus welchem Anlass? Diese Besitzübergänge sind besonders spannend. Denn ein […]

Rose Valland war die perfekte Spionin. Dabei war ihre Unscheinbarkeit die beste Tarnung. Als die Deutschen Paris besetzten und der Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR) sein Beutelager im Gebäude des Jeu de Paume bezog, war sie bereits da. Die Kunsthistorikerin hatte bereits vorher für französische Museen gearbeitet und war mit den öffentlichen und privaten Sammlungen in […]

Für das Projekt Stadtteil-Historiker Wiesbaden der Wiesbaden Stiftung in Kooperation mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt und mit der Unterstützung des Kulturfonds Rhein-Main erforsche ich den Kunsthandel in meiner Heimatstadt Wiesbaden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei wird es auch um die Enteignungen der NS-Zeit gehen. Der Wiesbadener Kurier hat nun einen Artikel […]

Der französische Post-Impressionist Pierre Bonnard taucht immer wieder in meinen Recherchen bei NS-Raub- und Beutekunst auf. Dabei galt seine Malweise – wie die vieler anderer Künstler – als „entartet.“ Warum haben sich die nationalsozialistischen Kunsträuber für diese Werke interessiert?

Die Limbach-Kommission, deren vollständiger Name etwas sperrig „Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz“ lautet, steht vor einer Reform. Bisher wurde die Limbach-Kommission erst einige wenige Male angerufen, da sie als Mediator nur dann tätig werden kann, wenn beide Parteien des Restitutionsfalles dies wünschen. Eine Tatsache, die wiederholt kritisiert […]

Eine Besonderheit des Kulturgüterschutz im Zweiten Weltkrieg war die geheimdienstliche Unterstützung durch die Art Looting Investigation Unit (ALIU), deren Aufgabe das Sammeln und Auswerten von Informationen über den NS-Kunstraub war. Wesentliche Erkenntnisse konnten unter anderem über die Kunstsammlung von Hermann Göring durch diese Kunst-Ermittler erlangt werden, die noch heute in der Provenienzforschung relevant sind.