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Auf den Spuren der Monuments Men

Gestern hatte ich die Gelegenheit, das Bergwerk von Altaussee zu besichtigen, die Salzmine, wo die Monuments Men 1945 unzählige Kunstwerke fanden, die die Nazis dort versteckt hatten.

Es ist ein bisschen unwirklich, wenn man vor dem Steinberghaus steht, dem Eingang zur Kunstschatz-Salzmine, vor dem auch die Monuments Men gegen Kriegsende gestanden haben. Heute ein absolut touristischer Ort, der auch seine Historie als Bergungsort für Kunstgegenstände ausschlachtet – erfolgreich, denn die Themenführungen sind voll.

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Im Gänsemarsch tippelt man mit bis zu 80 Personen auf den alten Lorenschienen tief in den Berg hinein, umspielt von Klängen der Filmmusik von „Monuments Men“. Im Gegensatz zur Salzmine Merkers lässt sich in der Mine von Altaussee das helle Kristall des Salzes nicht wirklich erfahren, es ist ein dunkler Schlund, der einen in den Berg zieht. Kompetent führt uns der Guide auf insgesamt 2,2 km durch den Berg, unterbrochen von Informationen zur heiligen Barbara, wie die Kunstgegenstände in den Berg kamen und wie die Bergwerksarbeiter 1945 verhinderten, dass der Nerobefehl in ihrer Mine umgesetzt wird, der nicht nur die Kunstgegenstände, sondern auch ihre Lebensgrundlage zerstört hätte. Und wer es richtig touristisch möchte, der rutscht auf einer der beiden Rutschen einige „Stockwerke“ tiefer, auf halber Strecke mit weit geöffneten Augen und Mund bei hoher Geschwindigkeit „geblitzt“ – das Photo kann man dann in guter Freizeitparktradition an der Kasse käuflich erwerben.

Spannend bleibt für mich zu sehen, wie die Nazis die Aufbewahrung vorbereitet hatten: Das Klima der Saline bringt es mit sich, dass das Holz, das man 1943 für den Bau der Regale und Verschalungen verwendet hat, beinahe aussieht wie neu. Und auch die Kisten mit der Aufschrift „Marmor – nicht stürzen“, mit denen die Bomben in das Bergwerk gebracht wurden, sind noch erhalten. Die darin liegende Fliegerbombe ist allerdings ein später gefundener Blindgänger.

Das Kunstbergungsdepot in Altaussee (Salzbergerwerk)
Das Kunstbergungsdepot in Altaussee (Salzbergwerk)
Vorsicht Marmor - nicht stürzen!
Vorsicht Marmor – nicht stürzen

Das Photo meiner Rutschpartie habe ich natürlich gekauft ;-).

 

2 thoughts on “Auf den Spuren der Monuments Men

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